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Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.  Johannes 6,37

Eine Tür, die sich öffnet und dabei zu wissen: „hier bin ich willkommen“, das ist spannend und gut. Unsere Zeit ist eher geprägt von Zurückhaltung. Rücksicht und Vorsicht sind geboten und wichtig. In der neuen Jahreslosung geht es um mehr. Jesus spricht eine Einladung aus und er tut dies, wie so oft, behutsam und wir müssen genau hinhören.

Jareslosung „Wer für alles offen ist, ist nicht ganz dicht“ – diesen Ausspruch habe ich schon oft verwendet. Hier liegt der entscheidende Unterschied. Es geht nicht um irgendetwas und offensein für alles, sondern um alle. Jeder und jede ist eingeladen, wenn Jesus die Tür öffnet. Im Gegensatz zu uns, weist er niemanden ab, auch nicht in Gedanken. Im Gegenteil, Jesus macht die Tür weit auf. Er hat den Tisch für uns längst gedeckt. Auch wenn wir im Moment das Heilige Abendmahl selten oder nur ganz behutsam und hoffentlich rücksichtsvoll miteinander feiern. Seine Einladung ist noch viel größer. Jesus lädt uns zum Leben ein und er stellt dabei nur eine Bedingung: Wir müssen seine Einladung annehmen. Das Bild auf der Titelseite unseres Gemeindebriefes lädt dazu ein, darüber nachzudenken: Was heißt das für mich konkret?
Ich lade Sie und euch ein, mit mir im neuen Jahr darüber nachzudenken. Wo habe ich seine Einladung ausgeschlagen, vergessen, scheinbar wichtigeres zu tun gehabt? Was muss sich bei mir ändern, damit er als Gastgeber eine Chance bekommt.
Ich wünsch uns allen, dass wir es ganz persönlich erleben: Er ist für uns da, er macht auch neue Türen auf. In seiner Gegenwart sind wir willkommen.
Ihr/euer Pfarrer Andreas Hermsdorf